Männerrechtsbewegung

Männerrechtsbewegung

Als Män­ner­rechts­be­we­gung (engl. men’s rights move­ment) wird eine in den 1970er Jah­ren in Nord­ame­ri­ka aus dem Flü­gel der so genann­ten Men’s Libe­ra­ti­on ent­stan­de­ne Strö­mung bezeich­net, die – im Gegen­satz zur Män­ner­be­we­gunganti­fe­mi­nis­ti­sche bis frau­en­feind­li­che Posi­tio­nen ver­tritt.[1][2][3][4]

Historischer Überblick

Antifeministische Bewegungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Anti­fe­mi­nis­ti­sche Ideo­lo­gi­en und Orga­ni­sa­tio­nen bil­de­ten sich in Euro­pa und den USA zu Beginn des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts als Reak­ti­on auf Eman­zi­pa­ti­ons­for­de­run­gen und die im spä­ten 19. Jahr­hun­dert ent­stan­de­ne Frau­en­be­we­gung.[5][6] Sie for­mier­ten sich vor allem in Bewe­gun­gen, die gegen etwa das Frau­en­wahl­recht oder das Frau­en­stu­di­um kämpf­ten und die tra­di­tio­nel­le Rol­le des weib­li­chen Geschlechts fest­schrei­ben woll­ten.[5] Die frü­hen anti­fe­mi­nis­ti­schen Männer- und Väter­rechts­grup­pen in den USA im spä­ten 19. und frü­hen 20. Jahr­hun­derts wei­sen Par­al­le­len zu der Män­ner­rechts­be­we­gung ab den 1970er Jah­ren auf.[7]

Männerrechtsbewegung im Wien der Zwischenkriegszeit

Nach der Nie­der­la­ge im Ers­ten Welt­krieg kam in der deut­schen und öster­rei­chi­schen Gesell­schaft die Rede von einer „Kri­se der Männ­lich­keit“ auf. Schlüs­sel­kom­po­nen­te die­ser „Kri­se“ war die Frau­en­er­werbs­tä­tig­keit. 1919 wur­de in Öster­reich ein Gesetz erlas­sen, wonach Frau­en bestimm­te Arbeits­stel­len zu ver­las­sen hat­ten, um den aus dem Krieg heim­ge­kehr­ten Män­nern Platz zu machen und eine „gesun­de Ord­nung“ wie­der­her­zu­stel­len.[8] In den 1920er Jah­ren ent­stan­den ver­schie­de­ne antieman­zi­pa­to­ri­sche Män­ner­bün­de. Der bekann­tes­te ist der Bund für Män­ner­rech­te, der 1926 in Wien gegrün­det wur­de und in dem sich Män­ner aller Kon­fes­sio­nen vor­wie­gend aus der Mit­tel­schicht befan­den.[9] Ein kon­kre­ter Anlass war das 1925 ver­ab­schie­de­te Bun­des­ge­setz zum Schutz des gesetz­li­chen Unter­halts­an­spru­ches. Die Männ­recht­ler sahen sich als Kämp­fer gegen eine „auf die Spit­ze getrie­be­ne Eman­zi­pa­ti­on“, beklag­ten die „Ver­küm­me­rung des Vater­rechts“ und beschwo­ren die Schre­ckens­vi­son eines „Wei­ber­staa­tes“ her­auf. Neben der Angst, von Frau­en von ihren Arbeits­plät­zen ver­drängt zu wer­den, kon­zen­trier­ten sie ihren Kampf gegen die Unter­halts­zah­lung an geschie­de­ne Ehe­frau­en und ledi­ge Kin­der. Ihre Ide­en ver­brei­te­ten die Män­ner­recht­ler ab 1929 in meh­re­ren Zeit­schrif­ten mit Titeln wie Not­wehr und Männerrechtler-Zeitung. in denen gegen die „Ver­skla­vung der Män­ner durch femi­nis­ti­sche Geset­ze“ gewet­tert und gegen „die Frau im Berufs­le­ben“ zu Fel­de gezo­gen wur­de. Ab 1933 wur­den unter dem Aus­tro­fa­schis­mus For­de­run­gen, die die anti­fe­mi­nis­ti­schen Män­ner­recht­ler gestellt hat­ten, auf brei­ter gesell­schaft­li­cher Basis umge­setzt.[10]

Vorläufer der Männerrechtsbewegung in den USA

Ende der 1960er Jah­re tra­ten in den USA Akti­vis­ten in Erschei­nung, die Män­ner­rech­te und Väter­rech­te for­der­ten.[11] Eine Grup­pe, die 1960 als Divorce Racket Bus­ters (dt. etwa: „Scheidungsbetrügereien-Enthüller“) von zwei Män­nern gegrün­det wur­de und sich 1961 in United Sta­tes Divorce Reform umbe­nann­te, ver­such­te die ihrer Mei­nung nach Män­ner benach­tei­li­gen­den Schei­dungs­ge­set­ze in Kali­for­ni­en zu ändern. Als die Schei­dungs­ra­ten in den spä­ten 1960er Jah­ren wei­ter­hin anstie­gen, ver­brei­te­ten sich die „Schei­dungs­re­for­mer“ im gan­zen Land. Einer ihrer Wort­füh­rer, Charles V. Metz, argu­men­tier­te in sei­nem Mani­fest Divorce and cus­to­dy for men (Schei­dung und Sor­ge­recht für Män­ner) von 1968, Män­ner hät­ten ihre Auto­ri­tät unge­recht­fer­tigt den Frau­en über­las­sen. Richard Doyle, der die Bewe­gung wei­ter anstieß und zahl­rei­che Orga­ni­sa­tio­nen grün­de­te, behaup­te­te in sei­nem Buch The Rape of the Male. Män­ner lit­ten in den Hän­den von Frau­en mehr als Metz es beschrie­ben hat­te.[12] Vie­le der unter dem Begriff Fathers« Rights ent­stan­de­nen Grup­pen argu­men­tier­ten nun, der Femi­nis­mus habe die tra­di­tio­nel­le Kern­fa­mi­lie zer­stört, indem er Frau­en ermu­ti­ge, ihre Ehe­män­ner zu ver­las­sen und nach Selbst­ver­wirk­li­chung zu stre­ben.[13]

Beginn der deutschen Männerrechtsbewegung in den 1970er Jahren

In den 1970er Jah­ren ent­wi­ckel­te sich auch im deutsch­spra­chi­gen Raum eine neue Form des orga­ni­sier­ten Anti­fe­mi­nis­mus:[14] die mas­ku­li­nis­ti­sche Bewe­gung oder der „Mas­ku­li­nis­mus“.[15] Mas­ku­li­nis­mus macht gel­tend, dass die Lösung von Pro­ble­men der Män­ner dar­in bestün­de, den Ein­fluss von Femi­nis­ten und Femi­nis­tin­nen zurück­zu­wei­sen und Männ­lich­keit auf­zu­wer­ten.[15] Die anti­fe­mi­nis­ti­sche Männerrechts- und Väter­be­we­gung im deutsch­spra­chi­gen und eng­lisch­spra­chi­gen Raum rekla­miert in wei­ten Tei­len die männ­li­che Domi­nanz und rekon­stru­iert männ­li­che Hege­mo­nie. Dies geschieht als Pro­test gegen die ver­meint­li­che Benach­tei­li­gung von Män­nern durch Ein­for­de­rung von Män­ner­rech­ten.[16] „Mas­ku­lis­mus“ als Selbst­be­zeich­nung anti­fe­mi­nis­ti­scher Män­ner­recht­ler wird u. a. von Arne Hoff­mann, Eugen Maus, Eck­hard Kuh­la, Det­lef Bräu­nig ver­wen­det. Michail A. Xenos (Sav­va­kis) defi­niert „Mas­ku­lis­mus als ‚voll­kom­me­ne […] Abwei­sung‘ der Anlie­gen des Femi­nis­mus“.[17]

Männerrechtsbewegung im englischsprachigen Raum

In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ent­stand die Män­ner­rechts­be­we­gung aus der Men’s Libe­ra­ti­on Move­ment, die ihrer­seits eine Reak­ti­on auf die zwei­te Wel­le der Frau­en­be­we­gung war.[1][18][19] Frü­he Füh­rer der Men’s Libe­ra­ti­on Move­ment räum­ten ein, dass Män­ner insti­tu­tio­nel­le Macht haben, beton­ten aber gleich­zei­tig den Preis, mit dem eine bestimm­te Kon­struk­ti­on von Männ­lich­keit ver­bun­den sei. Sie nutz­ten die spä­ter viel­fach kri­ti­sier­te „sex role theo­ry“ als wich­tigs­tes dis­kur­si­ves Mit­tel.[1] So wur­de ins­be­son­de­re dahin­ge­hend argu­men­tiert, dass die männ­li­che Geschlech­ter­rol­le mit genau­so nega­ti­ven Fol­gen für Män­ner ver­bun­den sei wie die weib­li­che Geschlech­ter­rol­le für Frau­en. Mit­te bis Ende 1970er Jah­re spal­te­te sich die Men’s Libe­ra­ti­on Move­ment in zwei Lager auf. Einer­seits ent­stand eine anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung, ande­rer­seits eine pro­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­be­we­gung.[1]

Die Män­ner­rechts­be­we­gung wird weit­ge­hend ver­stan­den als eine Bewe­gung, die sich in Form eines Back­lash[20] oder einer Gegen­be­we­gung[21] gegen den Femi­nis­mus posi­tio­niert.[22] Sie ver­tritt eine Rei­he ver­schie­de­ner Stand­punk­te, denen die Feind­se­lig­keit gegen­über dem Femi­nis­mus gemein­sam ist.[23] Män­ner­recht­ler sind der Ansicht, dass die Frau­en­be­we­gung „zu weit“ gegan­gen sei und Män­nern gescha­det habe.[2][24][1] Sie bestrei­ten die Idee, dass Män­ner als Grup­pe insti­tu­tio­nel­le Macht und Pri­vi­le­gi­en besit­zen,[25][23] und sehen Män­ner als die wah­ren Opfer.[26][1][18][27] In den 1980er und 90er Jah­ren enga­gier­ten sich Män­ner­rechts­ak­ti­vis­ten in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten gegen von Femi­nis­tin­nen ange­streb­te gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen und ver­tei­dig­ten eine tra­di­tio­nel­le Geschlech­ter­ord­nung im Berufs­le­ben, im Bil­dungs­sys­tem und in der Fami­lie.[28] Micha­el Kim­mel beschreibt die Män­ner­rechts­be­we­gung in den USA als „Rand­be­we­gung von trau­ri­gen und wüten­den wei­ßen Mittelklasse-Männern, die dar­über jam­mern, wie schwer sie es haben“. Die öko­no­mi­schen und sozia­len Ver­wer­fun­gen in den USA hät­ten aus die­ser Grup­pe eine laut­star­ke Ansamm­lung unzu­frie­de­ner Män­ner gemacht. Eine Rol­le spie­le auch die Sexua­li­tät, deren tra­di­tio­nel­le Macht­dy­na­mik sich zum Teil ver­kehrt habe. Frau­en, ins­be­son­de­re femi­nis­ti­sche Frau­en, wer­den von ihnen für alle Pro­ble­me ver­ant­wort­lich gemacht, die Män­ner zu haben schei­nen.[29]

Vertreter und Organisationen

War­ren Far­rell ist einer der wich­tigs­ten Ver­tre­ter der Män­ner­rechts­be­we­gung.

War­ren Far­rell arti­ku­lier­te in sei­nem Buch The Myth of Male Power (1993) die Grund­la­gen des Män­ner­rechts­dis­kur­ses. Herb Gold­bergs Text The Hazards of Being Male: Sur­vi­ving the Myth of Mas­cu­li­ne Pri­vi­le­ge (1976) über­nahm eine ähn­lich kano­ni­sche Rol­le inner­halb der Bewe­gung.[2] Waren Gold­berg und ins­be­son­de­re Far­rell Mit­te der 1970er ideo­lo­gisch noch in der Men’s Libe­ra­ti­on Move­ment ange­sie­delt, so bra­chen sie Ende der 70er und Anfang der 80er mit die­ser Tra­di­ti­on und for­mu­lier­ten zuneh­mend ihren eige­nen Dis­kurs in Form eines anti­fe­mi­nis­ti­schen Back­lash.[1] Wei­te­re wich­ti­ge Ver­tre­ter der Män­ner­rechts­be­we­gung sind Richard Doyle, Autor von The Rape of the Male (1976)[30] sowie der Play­boy-Kolum­nist Asa Baber, ein lang­jäh­ri­ger Akti­vist,[31] des­sen Arti­kel über Män­ner ein wich­ti­ges Sprach­rohr der Män­ner­rechts­be­we­gung bil­den.[32]

Bereits in den 1960ern began­nen Grup­pen mit einem Fokus auf Män­ner­rech­te, sich in Ableh­nung zu den dama­li­gen Sor­ge­rechts­re­ge­lun­gen und Schei­dungs­re­for­men zu posi­tio­nie­ren.[33] Im Lau­fe der 70er wei­te­ten die­se Grup­pen ihr Vor­ha­ben aus und ent­wi­ckel­ten einen eige­nen Dis­kurs über Geschlech­ter­ver­hält­nis­se.[33] 1975 grün­de­te Richard Doyle die Men’s Rights Asso­cia­ti­on, die spä­ter in Men’s Defence Asso­cia­ti­on umbe­nannt wur­de.[33] 1977 ent­stand in den USA die Orga­ni­sa­ti­on Men’s Rights, Inc. und drei Jah­re spä­ter wur­de, inspi­riert durch Herb Gold­berg, die Coali­ti­on of Free Men gegrün­det. In den 1980ern schlos­sen sich die­se bei­den Ver­ei­ne mit Väter­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen zusam­men und bil­de­ten eine Dach­or­ga­ni­sa­ti­on, den Natio­nal Con­gress for Men.[1] In der aus­tra­li­schen Par­la­ments­wahl 1998 tra­ten zwei poli­ti­sche Par­tei­en in Erschei­nung, die sich expli­zit für Män­ner­rech­te ein­setz­ten, die Par­tei­en Fami­ly Law Reform Par­ty und Abolish Child Sup­port Par­ty. Die­se Par­tei­en bestan­den bis 2001.[34] Die 2002 in Groß­bri­tan­ni­en gegrün­de­te Akti­ons­grup­pe Fathers 4 Jus­ti­ce agiert heu­te welt­weit und mit teil­wei­se mili­tan­ten Mit­teln.[35][36]

Soziostrukturelle Zusammensetzung

Sarah Maddi­son nennt als wahr­schein­li­che Haupt­mo­ti­va­ti­on für die Mit­glied­schaft in einer Män­ner­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on den auf das Ende einer Part­ner­schaft fol­gen­den Schmerz und Ärger sowie die Aus­wir­kun­gen auf die Bezie­hung des Man­nes zu sei­nen Kin­dern.[2] Danach erleb­ten Män­ner­rechts­ak­ti­vis­ten übli­cher­wei­se eine Kri­se in ihrem Pri­vat­le­ben, die sie dann als ein Bei­spiel gesell­schaft­li­cher, auf Män­ner und Mas­ku­lini­tät von außen ein­wir­ken­der Kräf­te ver­stün­den.[2] Die Mit­glied­schaft in Män­ner­rechts­grup­pen ist ins­be­son­de­re für geschie­de­ne Väter attrak­tiv, die sich durch das Fami­li­en­ge­richt unge­recht behan­delt füh­len und in die­sen Grup­pen ein Ven­til für ihren Ärger und ihr Gefühl der Unge­rech­tig­keit sehen.[1] Die Mit­glie­der der Männer- und Väter­rechts­be­we­gung, die von eini­gen als Teil der Män­ner­rechts­be­we­gung ange­se­hen wird, sind über­wie­gend wei­ße, hete­ro­se­xu­el­le Män­ner aus der Mit­tel­schicht.[24][29][37][38][39] Der Frau­en­an­teil bei Väter­rechts­grup­pen liegt laut einer kana­di­schen Unter­su­chung aus 1993 und einer US-amerikanischen Stu­die aus 2006 bei etwa 15 %.[38][39]

Beziehung zu anderen Strömungen

Aus der Män­ner­rechts­be­we­gung der 1970er und 80er Jah­re ent­stand die Väter­rechts­be­we­gung.[40][41] Obwohl Män­ner­rechts­grup­pen ver­schie­de­ne Ver­än­de­run­gen anstre­ben, ist das The­ma „Väter­rech­te“ ein zen­tra­ler Aspekt in ihrem Pro­gramm.[1] Es sind haupt­säch­lich geschie­de­ne Väter, die sich um „Män­ner­rech­te“ orga­ni­sie­ren,[42] und die Männer- und die Väter­rechts­be­we­gung sind in viel­fäl­ti­ger Wei­se nicht von­ein­an­der zu unter­schei­den.[43][2] Die Väter­rechts­be­we­gung könn­te aus die­sem Grund als ein Teil der Män­ner­rechts­be­we­gung ange­se­hen wer­den.[44]

Die pro­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­be­we­gung posi­tio­nier­te sich Anfang der 1980er Jah­re deut­lich gegen die Män­ner­rechts­be­we­gung[1] und wirft ihr vor, männ­li­che Pri­vi­le­gi­en zu ver­tei­di­gen.[26] Eine Stu­die in den USA ergab, dass Ver­tre­ter der Män­ner­rechts­be­we­gung eine nega­ti­ve Sicht auf die pro­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­be­we­gung haben und gleich­gül­tig gegen­über der mytho­poe­ti­schen Män­ner­be­we­gung sind.[45] Häu­fig wird der pro­fe­mi­nis­ti­schen Män­ner­be­we­gung von ande­ren Strö­mun­gen der Män­ner­be­we­gung vor­ge­wor­fen, sie sei­en Ver­rä­ter ihres Geschlechts, Selbst­has­ser und kei­ne „ech­ten“ Män­ner.[46]

Män­ner­rechts­grup­pen wer­den in den USA häu­fig mit reli­giö­ser, ins­be­son­de­re christ­li­cher Glau­bens­leh­re asso­zi­iert.[47] Eine Unter­su­chung des Dis­kur­ses in ame­ri­ka­ni­schen Män­ner­recht­ler­fo­ren fand, dass die Mit­glie­der häu­fig auf reli­giö­se Rhe­to­rik zurück­grei­fen und ihre Befür­wor­tung der tra­di­tio­nel­len Stel­lung von Män­nern und Vätern in der Gesell­schaft und Fami­lie zum Bei­spiel mit Ver­wei­sen auf die Bibel legi­ti­mie­ren.[48]

In den 1970ern bil­de­te die Män­ner­rechts­be­we­gung Bün­de mit kon­ser­va­ti­ven Män­ner­grup­pen, die zwar eben­falls anti­fe­mi­nis­tisch ein­ge­stellt waren, die jedoch an der tra­di­tio­nel­len, männ­li­chen Geschlech­ter­rol­le des Fami­li­en­ober­haupts und Geld­ver­die­ners fest­hiel­ten.[23] Da Tei­le der Män­ner­rechts­be­we­gung zu die­sem Zeit­punkt noch der Mei­nung waren, dass die tra­di­tio­nel­le männ­li­che Rol­le schäd­lich für Män­ner sei, nah­men die­se bei­den Grup­pie­run­gen Abstand von­ein­an­der bis sie in den 1990ern wie­der zuein­an­der fan­den, nach­dem die Män­ner­rechts­be­we­gung einen ideo­lo­gi­schen Wan­del voll­zog und tra­di­tio­nel­le Männ­lich­keit mit einem Fokus auf das Vater­sein unter­stütz­te.[23] Nach dem Wie­der­auf­le­ben des Neo­kon­ser­va­tis­mus in den USA gin­gen Tei­le der Män­ner­rechts­grup­pen in kon­ser­va­ti­ve Grup­pen, die sich eben­falls gegen den Femi­nis­mus posi­tio­nier­ten, über oder wur­den von ihnen ver­drängt.[49][23] In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten grei­fen neo­kon­ser­va­ti­ve Medi­en die Argu­men­te der Män­ner­rechts­be­we­gung häu­fig auf[50] und es bestehen ideo­lo­gi­sche Über­schnei­dun­gen zwi­schen dem ame­ri­ka­ni­schen Neo­kon­ser­va­tis­mus und der Män­ner­rechts­be­we­gung.[51][52]

Positionen

Män­ner­rechts­ak­ti­vis­ten sehen Män­ner als eine unter­drück­te Grup­pe[2][53][54][55] und sind der Auf­fas­sung, dass Gesell­schaft und Staat durch die Frau­en­be­we­gung „femi­ni­siert“ wor­den sind.[2] Auto­ren wie War­ren Far­rell und Herb Gold­berg sind der Ansicht, dass alle Män­ner benach­tei­ligt, dis­kri­mi­niert und unter­drückt wür­den, und argu­men­tie­ren, dass für die meis­ten Män­ner Macht eine Illu­si­on sei und dass Frau­en die wah­ren gesell­schaft­li­chen Macht­trä­ger sei­en.[2] Män­ner­rechts­grup­pen bestrei­ten, dass die Frau­en­be­we­gung an den Pro­ble­men von Män­nern inter­es­siert sei.[23] Eini­ge Anhän­ger der Bewe­gung erach­te­ten den Femi­nis­mus als eine Ver­schwö­rung, die Dis­kri­mi­nie­rung gegen Män­ner zu ver­schlei­ern oder Män­ner zu unter­drü­cken ver­su­che.[1][26][56]

Die kür­ze­re Lebens­er­war­tung, Gesund­heits­pro­ble­me, die im Ver­gleich zu Frau­en höhe­re Sui­zid­ra­te von Män­nern sowie Wehr­pflicht, Scheidungs-, Sorge- und Umgangs­recht wer­den als Bewei­se für die Unter­drü­ckung von Män­nern ange­führt.[1][23] Män­ner­rechts­ak­ti­vis­ten argu­men­tie­ren oft­mals auf der Basis bestimm­ter Stu­di­en, dass häus­li­che Gewalt genau­so häu­fig von Frau­en wie Män­nern aus­ge­he, und eini­ge Män­ner­rechts­grup­pen ver­su­chen, Geset­ze zum Schutz miss­han­del­ter Frau­en zu kip­pen.[44][57] Sie erach­ten den Fall der Leh­re­rin Mary Kay LeTour­ne­au, die 1996 eine Affä­re mit einem ihrer Schü­ler hat­te und dafür nach Mei­nung der Män­ner­recht­ler eine zu mil­de Stra­fe bekam, als Bei­spiel einer Dop­pel­mo­ral der Jus­tiz und sind der Mei­nung, dass die sexu­el­le Vik­ti­mi­sie­rung von Män­nern durch Frau­en im Jus­tiz­sys­tem nicht ernst genom­men wer­de.[58] Eini­ge Män­ner­rechts­ak­ti­vis­ten sind zudem der Ansicht, dass Män­ner die wah­ren Opfer sexu­el­ler Beläs­ti­gung, Por­no­gra­phie, fal­scher Beschul­di­gun­gen wegen Ver­ge­wal­ti­gung und sexis­ti­scher Dar­stel­lun­gen in den Medi­en sei­en.[24][1] Ande­re Männer- und Väter­recht­ler glau­ben, dass es in einer Ehe kei­ne Ver­ge­wal­ti­gung geben kön­ne, da die Ein­wil­li­gung zum Geschlechts­ver­kehr Teil des Ehe­bünd­nis­ses sei.[57][59][60][61] In ihrem Dis­kurs ver­wen­den Anhän­ger der Män­ner­rechts­be­we­gung und auch der Väter­rechts­be­we­gung[31] die Rhe­to­rik der „Rech­te“ und „Gleich­be­rech­ti­gung“, so z. B. in Appel­len nach „glei­chen Rech­ten für Väter“.[21][1][62][63] Vie­le Mas­ku­li­nis­ten for­dern das Ver­bot koedu­ka­ti­ver Schu­len, da sie Jun­gen scha­den wür­den.[64]

Micha­el Flood sieht den Dis­kurs der Männer- und Väter­recht­ler unter ande­rem cha­rak­te­ri­siert durch ekla­tan­te Miss­ach­tung von For­schungs­er­geb­nis­sen, Ver­wechs­lung von Kor­re­la­ti­on und Kau­sa­li­tät und Gebrauch von erfun­de­nen sta­tis­ti­schen Daten. Um sich im Fami­li­en­recht Vor­tei­le zu ver­schaf­fen, nutz­ten Väter­recht­ler angeb­lich erfun­de­ne Stö­run­gen wie etwa das „elter­li­che Ent­frem­dungs­syn­drom“, wel­ches nicht auf empi­ri­schen Daten basie­re und weder von der Ame­ri­can Psych­ia­tric Asso­cia­ti­on noch von der WHO als Stö­rung aner­kannt wer­de. Zudem leug­ne­ten Män­ner­recht­ler männ­li­che Domi­nanz im poli­ti­schen, sozia­len, und öko­no­mi­schen Kon­text oder gäben eini­ge Aspek­te männ­li­cher Pri­vi­le­gi­en zu, argu­men­tier­ten jedoch, dass die­se Pri­vi­le­gi­en mit mehr Nach­tei­len als Vor­tei­len ver­bun­den sei­en. Sexis­ti­sche Ste­reo­ty­pe wie etwa die Dar­stel­lung von Frau­en als ver­lo­ge­ne und rach­süch­ti­ge Müt­ter und die Behaup­tung, pro-feministische Män­ner sei­en homo­se­xu­ell und ent­mannt, sei­en üblich. Flood bezeich­net die Männerrechts- und Väter­rechts­be­we­gung als pro–sexis­ti­schen Back­lash, der nicht nur den Femi­nis­mus angrei­fe, son­dern auch ande­re pro­gres­si­ve Strö­mun­gen wie etwa die Lesben- und Schwu­len­be­we­gung.[65]

Männerrechtsbewegung im deutschsprachigen Raum

Im deutsch­spra­chi­gen Raum sam­meln sich die Akteu­re unter den Begrif­fen Anti­fe­mi­nis­ten, Mas­ku­lis­ten und Män­ner­recht­ler. Ihr Gedan­ken­gut fin­det sich unter ande­rem in Büchern wie Frau­en und Kin­der zuerst. Denk­blo­cka­de Femi­nis­mus. Eine Streit­schrift. (2000) von Paul-Hermann Gru­ner, Sind Frau­en bes­se­re Men­schen? (2001), Män­ner­be­ben (2007) und Ret­tet unse­re Söh­ne (2009) von Arne Hoff­mann, Medu­sa schenkt man kei­ne Rosen (2007) von Michail A. Xenos (Sav­va­kis) und Das bevor­zug­te Geschlecht von Mar­tin van Creveld (2003). Hin­rich Rosen­brock kommt zum Ergeb­nis, dass die anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung im deutsch­spra­chi­gen Raum kei­ne sozia­le Bewe­gung in der Defi­ni­ti­on der Bewe­gungs­for­scher um Die­ter Rucht dar­stellt. Als Grün­de hier­für nennt er die rela­tiv gerin­ge Mas­se, das ein­ge­schränk­te Mobi­li­sie­rungs­po­ten­zi­al, das Feh­len einer gemein­sa­men Ver­gan­gen­heits­kon­struk­ti­on und einer gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Ana­ly­se. „Ins­ge­samt ist die Bewe­gung wohl erheb­lich klei­ner als sie sich nach außen dar­stellt, wo sie vor­gibt, für ‚die Män­ner‘ oder ‚das Volk‘ zu spre­chen.“[66][67] Die Zie­le der anti­fe­mi­nis­ti­schen Män­ner­recht­ler fasst Hin­rich Rosen­brock fol­gen­der­ma­ßen zusam­men: „Es geht den Akteu­ren – und das sind nicht nur Män­ner – um die Stär­kung oder zumin­dest den Erhalt männ­li­cher Vor­rech­te und das Zurück­drän­gen femi­nis­ti­scher Argu­men­ta­tio­nen bzw. Insti­tu­tio­nen.“[68][69]

Akteure und Aktionsformen

Die neu­en anti­fe­mi­nis­ti­schen Män­ner­rechts­grup­pie­run­gen prä­sen­tie­ren sich hete­ro­gen, sind jedoch per­so­nell und struk­tu­rell gut ver­netzt. Da sie auf dem Buch­markt und in den Print­me­di­en rela­tiv wenig Beach­tung fin­den, sind Online-Foren, Vereins-Websites und Blogs die wich­tigs­ten Diskussions- und Ver­brei­tungs­me­di­en.[70][66]

Von 2010 bis 2012 fan­den drei Antifeminismus-Treffen statt, eine Demons­tra­ti­on des Ver­eins agens und zwei loka­le Ver­an­stal­tun­gen von Män­ner­recht­lern. Sie hat­ten jeweils Teil­neh­mer­zah­len von cir­ca 50 bis 115 Per­so­nen und fan­den außer­halb der anti­fe­mi­nis­ti­schen Krei­se kaum Reso­nanz. Von wis­sen­schaft­li­chen und poli­ti­schen Ein­rich­tun­gen sowie von den Medi­en wer­den Orga­ni­sa­tio­nen der anti­fe­mi­nis­ti­schen Män­ner­recht­ler wie Agens und MANN­dat über­wie­gend gemie­den. Als Begrün­dung wird in der Pres­se eine ein­sei­ti­ge Sicht­wei­se ange­führt.[71]

Deutschland

Seit 2001 wird die Inter­net­sei­te mit Forum WGvdL (Abkür­zung für: Wie viel Gleich­be­rech­ti­gung ver­trägt das Land?), das Femokratie-Blog und seit 2009 das Wiki Wiki­man­nia betrie­ben. Die Impres­sen von WGvdL und Wiki­man­nia ver­wei­sen auf eine Adres­se in der Tür­kei.[72] Laut dieStandard.at greift WGvdL auf den Ser­vice inter­na­tio­na­ler Pro­vi­der zurück, die dar­auf spe­zia­li­siert sei­en, ille­ga­le und straf­ba­re Inhal­te zu hos­ten. Auf die­se Wei­se hät­ten sich die Betrei­ber und Benut­zer bis­her trotz „Ver­harm­lo­sung des Natio­nal­so­zia­lis­mus, Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen, Dro­hun­gen, Ras­sis­mus, gepaart mit Chau­vi­nis­mus und Sexis­mus“ juris­ti­scher Ver­fol­gung ent­zie­hen kön­nen.[73] Laut Hin­rich Rosen­brock ist WGvdL. die best­be­such­te Web­site der anti­fe­mi­nis­ti­schen Män­ner­rechts­be­we­gung.[74]

2004 grün­de­te Eugen Maus den anti­fe­mi­nis­ti­schen Ver­ein MANN­dat mit dem Forum män­ner­rech­te, zu des­sen Mit­glie­dern gehö­ren Arne Hoff­mann, der in Gen­der­a­ma bloggt, und Michail Sav­va­kis, der die Web­site Der Mas­ku­list betreibt. Publi­ka­ti­ons­platt­for­men von MANN­dat sind auch Die Freie Welt und streitbar.eu. MANN­dat ist gut ver­netzt, auch mit Grup­pie­run­gen, die nicht immer auf dem Boden der Ver­fas­sung ste­hen, wie die Schwei­zer IGAF (Inter­es­sen­ge­mein­schaft Anti­fe­mi­nis­mus) und WGvdL, die den Gleich­heits­grund­satz nicht beach­te­ten und teil­wei­se zu Gewalt auf­rie­fen.[66] Von Groß­bri­tan­ni­en aus betreibt Micha­el Klein das Web­log sci­ence­files, das sich wis­sen­schaft­lich dar­stellt und auf des­sen Bei­trä­ge MANN­dat ver­linkt, wäh­rend Klein in den Foren män­ner­rech­te und WGvdL regel­mä­ßig aktiv ist.

Seit Ende 2009 exis­tiert der Ver­ein Agens e. V., dem das Buch­pro­jekt Befrei­ungs­be­we­gung für Män­ner von Eck­hard Kuh­la und Paul-Hermann Gru­ner vor­an­ge­gan­gen war. Mit­glie­der sind unter ande­rem Ger­hard Amendt, Clau­dia Fischer, Bea­te Kri­chel­dorf, Karl-Heinz van Lier und Arne Hoff­mann. 2011 wur­de Moni­ka Ebe­ling, ehe­ma­li­ge Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te von Gos­lar, Mit­glied bei Agens, aus dem sie im sel­ben Jahr wie­der aus­trat.[17][70]

Der Sozio­lo­ge und Män­ner­recht­ler Ger­hard Amendt bezeich­ne­te in einem Arti­kel in der Tages­zei­tung Die Welt im Jahr 2009 Frau­en­häu­ser als Orte des „poli­tisch moti­vier­ten insti­tu­tio­na­li­sier­ten Män­ner­has­ses“ und for­der­te ihren Ersatz durch „Fami­li­en­häu­ser“, in denen nicht nur von häus­li­cher Gewalt Betrof­fe­ne jeden Geschlechts Zuflucht fin­den, son­dern die auch eine pro­fes­sio­nel­le fami­li­en­ori­en­tier­te Auf­ar­bei­tung der Gescheh­nis­se und ihrer Hin­ter­grün­de durch alle Betei­lig­ten ermög­li­chen. Dabei behaup­te­te Amendt, häus­li­che Gewalt gin­ge über­wie­gend von Frau­en aus und in Frau­en­häu­sern wür­de eine Ideo­lo­gie ver­tre­ten, wonach Män­ner Gewalt­tä­ter und Frau­en Gewalt­lo­se sei­en.[75][76] Amendts Aus­sa­gen und For­de­run­gen wur­den von Moni­ka Schrött­le (einer Sozi­al­wis­sen­schaft­le­rin),[77] dem Ver­ein Frau­en­haus­ko­or­di­nie­rung,[78] der Män­ner­ar­beit der evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land, Terre des Femmes und dem Deut­schen Frau­en­rat zurück­ge­wie­sen und als rea­li­täts­fremd und frau­en­feind­lich kri­ti­siert.[79][80][81][82][83] Die Erzie­hungs­wis­sen­schaft­le­rin Han­ne­lo­re Faulstich-Wieland wies eben­falls Amendts For­de­rung nach „Fami­li­en­häu­sern“ zurück. Es bedür­fe sowohl der Schutz­räu­me für Frau­en als auch Unter­stüt­zungs­maß­nah­men für Män­ner.[84]

Mas­ku­lis­ti­sche Posi­tio­nen wer­den seit 2003 von dem Jour­na­lis­ten Micha­el Klo­n­ovs­ky im Maga­zin Focus ver­tre­ten. Klo­n­ovs­ky stütz­te sich zum Bei­spiel in einem Arti­kel auf die Schrif­ten von Arne Hoff­mann und des His­to­ri­kers Mar­tin van Creveld und argu­men­tier­te, dass Män­ner das benach­tei­lig­te und Frau­en das bevor­zug­te Geschlecht sei­en. Das sei zum Bei­spiel dar­an ersicht­lich, dass Frau­en eine durch­schnitt­lich höhe­re Lebens­er­war­tung haben, Män­ner mehr und här­te­re Arbei­ten ver­rich­ten, häu­fi­ger eines gewalt­sa­men Todes ster­ben, und mehr Män­ner als Frau­en als Sol­da­ten an Krie­gen teil­neh­men.[85] Die Jun­ge Frei­heit nahm die Argu­men­te 2008 auf und schrieb unter dem Titel Frei­heit statt Femi­nis­mus! es wer­de „eine tota­li­tä­re Ideo­lo­gie durch eine aus­er­wähl­te Trup­pe Lini­en­treu­er von oben nach unten durch­ge­setzt“.[86]

Schweiz

Die IG Anti­fe­mi­nis­mus ver­an­stal­tet seit 2010 jähr­lich ein Inter­na­tio­na­les Antifeminismus-Treffen, an dem jeweils rund 100 Per­so­nen, vor­wie­gend Män­ner zwi­schen 40 und 60 Jah­ren, teil­nah­men.[87][88] Von der IG Anti­fe­mi­nis­mus abge­spal­ten hat sich die Orga­ni­sa­ti­on Sub­i­tas, die frü­her als Män­ner­par­tei auf­trat und sich gemä­ßig­ter gibt. Die Män­ner­par­tei hol­te bei den natio­na­len Par­la­ments­wah­len 2011 nur 0,01 Pro­zent der Stim­men. Die IGAF wie­der­um ist gut ver­netzt mit anti­fe­mi­nis­ti­schen Web­sites und Foren wie Die Söh­ne von Per­seus (sons­of­per­seus, betrie­ben von mani­fold) und papa­news sowie mit anti­fe­mi­nis­ti­schen Mei­nungs­ma­chern im gan­zen deut­schen Sprach­raum.[89] Laut Rosen­brock sieht sonsofperseus/manifold den Mann als Kämp­fer gegen eine weibliche/feministische Über­macht und spricht femi­nis­ti­schen Män­nern ihre Mensch­lich­keit ab. Er ver­tre­te ein abwer­ten­des Frau­en­bild, das sich mit­un­ter zu Ver­nich­tungs­fan­ta­si­en stei­ge­re.[90]

Themen und Argumentationsmuster

Micha­el Meu­ser cha­rak­te­ri­siert den Mas­ku­li­nis­mus als schlich­te Geschlech­ter­ver­keh­rung des Femi­nis­mus: Män­ner wür­den als das unter­drück­te Geschlecht bezeich­net, Täter wer­den zu Opfern, Opfer zu Täte­rin­nen.[91] Auch laut Tho­mas Ges­ter­kamp sti­li­sie­ren Män­ner­recht­ler ihr Geschlecht pau­schal zum Opfer in nahe­zu jeder Lebens­la­ge. Ob in der Arbeits­welt, im Bil­dungs­we­sen oder beim Schei­dungs­recht: nach ihrer Les­art sei­en Män­ner „ver­un­si­chert und ste­cken in der Iden­ti­täts­kri­se, weil sie durch Frau­en­för­de­rung und einen ‚über­trie­be­nen Femi­nis­mus‘ dis­kri­mi­niert wür­den.“[92] „Über­all ver­wen­den Män­ner­recht­ler ein plat­tes Gewinner-Verlierer-Schema, das an Selbst­vik­ti­mi­sie­rung grenzt. Frau­en­för­de­rung und Gen­der Main­strea­ming ver­schär­fen nach die­ser Les­art die Dis­kri­mi­nie­rung von Män­nern. Die Kla­ge, „Männer­be­nach­tei­li­gung“ sei in den Medi­en kein The­ma, wird dabei selbst zum Bestand­teil des Opfer­dis­kur­ses.“[93] Zen­tra­le The­sen im Opfer­dis­kurs sind u. a.: Tren­nungs­vä­tern wür­den ihre Kin­der ent­zo­gen, Jun­gen sei­en Ver­lie­rer in einem für Mäd­chen opti­mier­ten Bil­dungs­sys­tem, nur Män­ner müs­sen zum Mili­tär, Frau­en sei­en eben­so gewalt­tä­tig wie Män­ner, Män­ner­ar­beits­lo­sig­keit stei­ge, Män­ner­ge­sund­heit wer­de ver­nach­läs­sigt.[94][95]

Nach Mei­nung von Wal­ter Holl­stein the­ma­ti­sie­re die Män­ner­rechts­be­we­gung Pro­blem­be­rei­che, die die pro-feministischen Män­ner­grup­pen ver­nach­läs­sigt hät­ten, wie das Sorge- und Schei­dungs­recht, die „defi­zi­tä­re Gesund­heits­ver­sor­gung von Män­nern“, eine angeb­li­che „Femi­ni­sie­rung der Erzie­hung“ oder ein „ein­sei­ti­ges Ver­ständ­nis von Gen­der Main­strea­ming“.[96] Hin­rich Rosen­brock merkt an, dass sich die männ­li­che Opfer­ideo­lo­gie zumin­dest so weit mit der femi­nis­ti­schen Ent­wick­lung aus­ein­an­der­ge­setzt habe, dass sie erkannt hat, dass der Hin­weis auf Benach­tei­li­gun­gen und das Ein­for­dern von Rech­ten ein poten­zi­ell wirk­mäch­ti­ger Dis­kurs ist. Dies sei immer­hin leicht posi­tiv zu bewer­ten, da das Aus­spre­chen von spe­zi­fisch männ­li­cher Benach­tei­li­gung zumin­dest teil­wei­se die Über­win­dung tra­di­tio­nel­ler Männ­lich­keits­vor­stel­lun­gen erfor­de­re.[97]

Mas­ku­lis­ten bestrei­ten, dass es eine auf Dis­kri­mi­nie­rung beru­hen­de Lohn­dif­fe­renz zwi­schen den Geschlech­tern gebe (Gen­der Pay Gap) und dass die schlech­te­re Bezah­lung von Frau­en Dis­kri­mi­nie­rung sei. Die For­de­rung, für mehr Ent­gelt­gleich­heit zu sor­gen, wird ange­zwei­felt und dele­gi­ti­miert. Nach ihrer Auf­fas­sung ver­die­nen Män­ner zu Recht mehr, weil sie anstren­gen­de­re Beru­fe aus­üben, ten­den­zi­ell mehr arbei­ten und die Erwerbs­bio­gra­phie von Frau­en mehr Brü­che ent­hält. Gesell­schaft­li­che Gege­ben­hei­ten wie feh­len­de Kin­der­be­treu­ungs­plät­ze, die geschlechts­spe­zi­fi­sche Arbeits­tei­lun­gen fes­ti­gen, in denen Frau­en Rol­len wie Zuver­die­ne­rin oder unent­gelt­li­che Sor­ge­ar­bei­te­rin ein­neh­men, wer­den auf deren frei­wil­li­ge Ent­schei­dung zurück­ge­führt.[98] „Män­ner­recht­ler begnü­gen sich häu­fig mit schlich­ten Welt­erklä­run­gen. Sie stel­len zerr­bild­haf­ti­ge Behaup­tun­gen auf, die mit der Rea­li­tät wenig gemein haben – und schon gar nicht einer wis­sen­schaft­li­chen Über­prü­fung stand­hal­ten.“[99]

Auch das Schlag­wort Miss­brauch mit dem Miss­brauch wur­de von mas­ku­lis­ti­schen Grup­pen auf­ge­grif­fen, dem­nach Ver­ge­wal­ti­gungs­kla­gen häu­fig auf fal­schen Beschul­di­gun­gen basier­ten und Frau­en den Miss­brauchs­vor­wurf in Unter­halts­pro­zes­sen häu­fig ein­setz­ten.[100]

Weib­li­che Homo­se­xua­li­tät wird von gro­ßen Tei­len der mas­ku­lis­ti­schen Bewe­gung abge­lehnt. Les­bi­sche Frau­en wer­den mit Femi­nis­tin­nen gleich­ge­setzt. Ein in die­sem Zusam­men­hang häu­fig ver­wen­de­ter Begriff ist „Femi­les­ben“ und es wird davon aus­ge­gan­gen, dass homo­se­xu­el­le Frau­en män­ner­has­send sei­en. Männ­li­che Homo­se­xua­li­tät wird abge­wer­tet, laut Hin­rich Rosen­brock die Fol­ge einer Logik, die eine star­ke, auf Hete­ro­se­xua­li­tät auf­bau­en­de Männ­lich­keit pro­pa­giert.[101] Angeb­lich weib­lich wir­ken­de Männ­lich­keit wird eben­falls ver­ur­teilt und Män­ner, die mit dem Femi­nis­mus ver­meint­lich oder tat­säch­lich sym­pa­thi­sie­ren, wer­den ver­ächt­lich als „lila Pudel“ bezeich­net.[102]

Eman­zi­pa­to­ri­sche Begrif­fe wie „Befrei­ung“ oder „Geschlech­ter­de­mo­kra­tie“ wer­den von Män­ner­recht­lern, so Tho­mas Ges­ter­kamp, in ihrem Sin­ne umge­deu­tet. „Nach dem Mus­ter der US-amerikanischen Tea Par­ty prä­sen­tie­ren sie sich als Frei­heits­kämp­fer und Bewah­rer von Bür­ger­rech­ten. So trägt der Online-Auftritt freiewelt.net den Unter­ti­tel Die Internet- & Blog­zei­tung für die Zivil­ge­sell­schaft; eine ande­re Publi­ka­ti­on nennt sich eigen­tüm­lich frei, deren Macher sich als Liber­tä­re betrach­ten, sprach­lich wie per­so­nell aber gibt es Über­schnei­dun­gen zur Jun­gen Frei­heit. Ein wich­ti­ges Argu­men­ta­ti­ons­mus­ter sind Bio­lo­gis­men […]. Aus­ge­wähl­te Hin­wei­se auf Hirn­for­schung oder Ver­hal­tens­bio­lo­gie unter­mau­ern ihre Behaup­tun­gen zur Geschlech­ter­dif­fe­renz. […] Den Befür­wor­tern des Gen­der Main­strea­ming wird vor­ge­hal­ten, eine ‚anthro­po­lo­gi­sche Neu­tra­li­sie­rung‘ anzu­stre­ben und wis­sen­schaft­lich beleg­te Unter­schie­de zu leug­nen.“[103]

Ein wei­te­res struk­tu­rel­les Denk­mus­ter ist ein selek­ti­ver Anti-Etatismus. Dabei wer­den nur sol­che staat­li­chen Maß­nah­men kri­ti­siert, die der Gleich­stel­lung die­nen. Oder es wird vor­ge­bracht, dass die Gleich­stel­lung zum Errei­chen staat­li­cher Zie­le schäd­lich sei.[104]

Politische Positionierung und Überschneidungen mit anderen Gruppierungen

Wis­sen­schaft­ler und Publi­zis­ten, die sich mit der Män­ner­rechts­be­we­gung beschäf­tigt haben, stel­len Über­schnei­dun­gen zu anti­fe­mi­nis­ti­schen Denk­mus­tern und teil­wei­se auch zu Netz­wer­ken der Extre­men Rech­ten, der Neu­en Rech­ten und einem christlich-fundamentalistischen Spek­trum fest. Die Denk­mus­ter tau­chen auch in Leit­me­di­en auf, wie unter ande­rem Focus und Die Welt, und för­dern damit den media­len und öffent­li­chen anti­fe­mi­nis­ti­schen Dis­kurs.[105][106][107][70]

Voka­bu­lar und Vor­ge­hen von Män­ner­recht­lern, die sich zur Jun­gen­po­li­tik in Orga­ni­sa­tio­nen wie MANN­dat, Agens und IGAF sowie den dazu­ge­hö­ren­den Foren arti­ku­lie­ren, ähnel­ten bis­wei­len rechts­ex­tre­mis­ti­schen Stra­te­gi­en, stellt Rein­hard Win­ter fest. Sie sei­en nicht zu unter­schät­zen, weil sie popu­lä­re Stim­mun­gen auf­grei­fen und zuspit­zen. Ihre Feind­bil­der („die“ Femi­nis­tin­nen), Ver­schwö­rungs­theo­ri­en („Gender-Unterwanderung“) und ihre Pole­mik sei­en für seriö­se Jun­gen­po­li­tik schäd­lich. „So wer­den dra­ma­ti­sche Sze­na­ri­en ent­wor­fen, in denen sämt­li­che Jun­gen vom Unter­gang bedroht sind, Frau­en Jun­gen aktiv unter­drü­cken, Gender-Mainstreaming als Jun­gen und Män­ner demü­ti­gen­der Geheim­bund die Macht im Land über­nom­men hat und Frau­en­be­auf­trag­te über magi­sche Ent­schei­dungs­mäch­te ver­fü­gen.“[70]

Nach Tho­mas Ges­ter­kamp gibt sich die Män­ner­rechts­be­we­gung frei­heit­lich, sei aber ihrem Gedan­ken­gut nach eher rechts­kon­ser­va­tiv.[108] Män­ner­recht­ler sei­en nicht unmit­tel­bar dem rechts­ex­tre­men Spek­trum zuzu­ord­nen, rück­ten jedoch mit ihrem Anti­fe­mi­nis­mus häu­fig in die Nähe rech­ter Ideo­lo­gie.[109] Er betont dabei, dass „eine ‚Ent­lar­vung‘ män­ner­recht­li­cher Akteu­re nach dem Mus­ter der frü­her übli­chen, viel zu sche­ma­ti­schen Rechts­ex­tre­mis­mus­for­schung („Guilt by asso­cia­ti­on“) […] zu Trug­schlüs­sen“ füh­re, denn nicht jeder, der zu einem Rechts­ex­tre­men Kon­takt hält oder in einer rechts­las­ti­gen Zeit­schrift publi­ziert, sei auto­ma­tisch sel­ber rechts­ex­trem.[94] In der taz mach­te Ges­ter­kamp den Mas­ku­lis­mus als bevor­zug­tes The­ma der seit 2009 amtie­ren­den CDU-FDP-Regierung aus. Die Män­ner­be­we­gung in Deutsch­land prä­sen­tie­re sich hete­ro­gen. Es gebe geschlech­ter­dia­lo­gisch ori­en­tier­te Ver­bän­de, wie das Bun­des­fo­rum Män­ner. Dage­gen schreck­ten anti­fe­mi­nis­ti­sche Akti­vis­ten selbst vor Koope­ra­tio­nen mit Rechts­ra­di­ka­len nicht zurück. „Sie kla­gen über eine ‚Kas­te der Gen­der­funk­tio­nä­re‘, deren kul­tu­rel­le Hege­mo­nie jeden Wider­spruch unter­drü­cke.“ Dies wer­de flan­kiert durch brei­te media­le Kri­tik am Gen­der Main­strea­ming, etwa in FAZ, Spie­gel, Focus und Stern sowie durch anti­fe­mi­nis­ti­sche Aus­sa­gen wie die von Ger­hard Amendt und Klaus Hur­rel­mann. Ähn­li­che Bei­trä­ge fän­den sich aller­dings auch in der „rechts­las­ti­gen Jun­gen Frei­heit“ und in rechts­ex­tre­men Blogs.[110]

Eine Ana­ly­se der Bei­trä­ge im Febru­ar 2010 im Män­ner­rechts­fo­rum Wie viel »Gleich­be­rech­ti­gung« ver­trägt das Land? hat nach dem Sozio­lo­gen Andre­as Kem­per erge­ben, dass in die­sem Zeit­raum alle rechts­ex­tre­men Ein­stel­lungs­mus­ter, näm­lich Natio­na­lis­mus, Eth­no­zen­tris­mus, Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus, Sozi­al­dar­wi­nis­mus, Ver­harm­lo­sung des Natio­nal­so­zia­lis­mus, Befür­wor­tung einer rechts­au­to­ri­tä­ren Dik­ta­tur, sowie Chau­vi­nis­mus und Sexis­mus in den Kom­men­ta­ren bedient wur­den.[111]

Zu ähn­li­chen Ergeb­nis­sen kam der Sozio­lo­ge Hin­rich Rosen­brock, der die Inter­net­prä­senz von Män­ner­recht­lern unter­such­te, dar­un­ter in den Foren von Spie­gel Online, FAZ und Die Welt. Er stell­te fest, dass Män­ner­recht­ler das Inter­net zur Mobi­li­sie­rung nut­zen und dabei beson­ders aggres­siv vor­ge­hen, um Online-Debatten zum The­ma Gleich­stel­lung zu mono­po­li­sie­ren. Rosen­brock fand dar­über hin­aus eine „gefähr­li­che Offen­heit zum Rechts­ex­tre­mis­mus“ vor, die sich u. a. dar­in äußert, dass Män­ner­recht­ler in ihren Blogs und Foren auf rechts­ex­tre­me Sei­ten ver­lin­ken und in rechts­ex­tre­men Medi­en publi­zie­ren oder sich von ihnen inter­view­en las­sen. Ins­ge­samt sei die Bewe­gung divers. Es wer­den sowohl rechts­po­pu­lis­ti­sche als auch frau­en­feind­li­che Ein­stel­lun­gen ver­tre­ten. Homo­pho­be und ras­sis­ti­sche Dis­kur­se sei­en zwar nicht kon­sti­tu­ie­rend, tre­ten jedoch bei Ein­zel­nen rela­tiv häu­fig auf.[112] „Ihnen gemein ist, dass sie den Femi­nis­mus als män­ner­has­sen­de Ideo­lo­gie betrach­ten, die ganz Deutsch­land beherrscht.“[113][114][115]

Mit der poli­ti­schen Rech­ten, ins­be­son­de­re der Neu­en Rech­ten und dem Neo­na­zis­mus, teilt die Män­ner­rechts­be­we­gung anti­fe­mi­nis­ti­sche Argu­men­ta­ti­ons­mus­ter.[116] Die Web­site free-gender. auf die eini­ge Web­sites der Män­ner­recht­ler ver­lin­ken und auf der sich Mit­glie­der und Sym­pa­thi­san­ten der rechts­ex­tre­men Initia­ti­ve Raus aus den Köp­fen – Gen­der­ter­ror abschaf­fen tref­fen, ist ein Bei­spiel für rechts­ex­tre­mis­ti­schen Anti­fe­mi­nis­mus.[113][117] Eine Gemein­sam­keit mit der Neu­en Rech­ten ist die Idea­li­sie­rung hege­mo­nia­ler Männ­lich­keit, wohin­ge­gen die männ­li­che Opfer­ideo­lo­gie, ein wesent­li­ches Merk­mal der anti­fe­mi­nis­ti­schen Män­ner­rechts­be­we­gung, in der Rech­ten fast gänz­lich unbe­kannt sei.[118]

Kritik

Über die Mas­ku­lis­ten, MANN­dat und Agens sag­te Mar­tin Rosow­ski, Vor­sit­zen­der des Bun­des­fo­rums Män­ner, in dem sich 29 Män­ner­ver­ei­ne zusam­men­ge­schlos­sen haben, in einem Inter­view mit der Zeit­schrift Emma (2011): „Da wird eine unglaub­li­che Frau­en­feind­lich­keit ver­brei­tet, die sich jetzt auch gegen uns gleich­stel­lungs­ori­en­tier­te Män­ner rich­tet. Was da zum Teil geschrie­ben wird, ist men­schen­ver­ach­tend, ja gewalt­tä­tig. Und es hat uns maß­los geär­gert, dass die Medi­en, seit das Män­ner­the­ma hoch­kocht, nicht zur Kennt­nis genom­men haben, dass es auch Män­ner wie uns gibt. Statt­des­sen kom­men immer nur die Alt­meis­ter der bio­lo­gis­ti­schen Män­ner­theo­rie wie Ger­hard Amendt oder Wal­ter Holl­stein zu Wort.“[119] In einem Offe­nen Brief vom Okto­ber 2012 distan­zier­te sich das Bun­des­fo­rum Män­ner deut­lich von der Män­ner­rechts­be­we­gung.[120]

Rolf Pohl kri­ti­siert vor allem eine „immer unver­blüm­ter auf­tre­ten­de, stre­cken­wei­se feind­se­lig auf­ge­la­de­ne Abwehr gegen Frau­en und Müt­ter“ der Männer- und Väter­recht­ler. Ihre Kla­gen ver­klär­ten die Männer- und Väter­recht­ler oft­mals als eman­zi­pa­to­ri­schen, gegen den femi­nis­ti­schen Main­stream gerich­te­ten Tabu­bruch. Fer­ner schreibt Pohl, dass Män­ner­recht­ler his­to­ri­sche Kon­tex­te sys­te­ma­tisch ver­nach­läs­sig­ten oder umdeu­te­ten, sozio­lo­gi­sche Dif­fe­ren­zie­run­gen, Theo­ri­en und Kon­tro­ver­sen der neue­ren Geschlech­ter­for­schung igno­rier­ten und jede kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit gesell­schaft­li­chen Ungleich­hei­ten auf das Welt­bild eines die Män­ner beherr­schen­den und unter­drü­cken­den Femi­nats ver­kürz­ten. Beson­ders auf­fäl­lig sei der fast durch­gän­gig „pole­mi­sche Stil, ein aggres­si­ver Ankla­ge­ges­tus und eine pro­jek­tiv erzeug­te, von star­ken Affek­ten beglei­te­te Feind­bild­kon­struk­ti­on.“[121]

Auch Micha­el Mess­ner sieht die Män­ner­rechts­be­we­gung als einen anti­fe­mi­nis­ti­schen Back­lash. Ähn­lich wie Flood und Pohl schreibt er, dass Män­ner­recht­ler aner­kann­te sozio­lo­gi­sche, psy­cho­lo­gi­sche, und öko­no­mi­sche Stu­di­en miss­ach­te­ten und auf der Grund­la­ge von anek­do­ti­scher Evi­denz und frag­wür­di­gen Stu­di­en eine Ideo­lo­gie männ­li­cher Vik­ti­mi­sie­rung ent­wi­ckel­ten. Män­ner­recht­ler behaup­te­ten, Män­ner sei­en das unter­drück­te Geschlecht. Die­se „Rea­li­täts­um­deu­tung“ sei z. B. an War­ren Far­rells Behaup­tung, männ­li­che Vor­ge­setz­te wür­den durch ihre Sekre­tä­rin­nen und deren „Macht des Mini­rocks“ („minis­kirt power“) unter­drückt, sicht­bar.[122]

Mar­kus Theu­nert, von 2005 bis 2015 Prä­si­dent des Dach­ver­ban­des Schwei­zer Männer- und Väter­or­ga­ni­sa­tio­nen männer.ch,[123] schrieb in der Neu­en Zür­cher Zei­tung über anti­fe­mi­nis­tisch aus­ge­rich­te­te Bewe­gun­gen wie die IGAF Schweiz: „Der Anti­fe­mi­nis­mus ist eine Ideo­lo­gie mit tota­li­tä­ren Zügen, die eine ein­di­men­sio­na­le Sündenbock-Politik betreibt, indem sie eine ande­re Welt­an­schau­ung mit Ideologie-Potenzial, den Femi­nis­mus, für so ziem­lich alles erdenk­li­che Übel die­ser Welt ver­ant­wort­lich macht und dabei Men­schen wie Insti­tu­tio­nen sys­te­ma­tisch dif­fa­miert.“ Ideo­lo­gi­scher Femi­nis­mus und Anti­fe­mi­nis­mus sei­en „die bei­den Sei­ten der glei­chen Mün­ze: The­se und Anti­the­se eines Benachteiligungs-Diskurses, der unter­stellt, dass es dem einen Geschlecht auf Kos­ten des ande­ren bes­ser gehe – und damit in die Sack­gas­se führt.“[124]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l m n o Micha­el A. Mess­ner: The Limits of the „Male Sex Role“: An Ana­ly­sis of the Men’s Libe­ra­ti­on and Men’s Rights Movement’s Dis­cour­se. In: Gen­der & Socie­ty. Band 12, Nr. 3, 1998, S. 255 – 276, doi:10.1177÷0891243298012003002.
  2. a b c d e f g h i Sarah Maddi­son: Pri­va­te Men, Public Anger: The Men’s Rights Move­ment in Aus­tra­lia. In: Jour­nal of Inter­di­sci­pli­na­ry Gen­der Stu­dies. Band 4, Nr. 2, 1999, S. 39 – 52 (edu.au).
  3. Fran­cis Dupuis-Déri: Le « mas­cu­li­nis­me » : une his­toire poli­tique du mot (en ang­lais et en français). In: Recher­ches fémi­nis­tes. Band 22, Nr. 2, 2009, S. 97 – 123. „As for the anti-feminists, they can­not agree on how best to iden­ti­fy them­sel­ves, wavering among “mas­cu­li­nist,” “mas­cu­list,” “homi­nist,” “huma­nist,” or expres­si­ons such as “activist for the rights of men” or “of fathers.”“
  4. Tho­mas Ges­ter­kamp: Geschlech­ter­kampf von rechts. Wie Män­ner­recht­ler und Fami­li­en­fun­da­men­ta­lis­ten sich gegen das Feind­bild Femi­nis­mus radi­ka­li­sie­ren. Arbeits­be­reich Frauen- und Geschlech­ter­for­schung. Hrsg.: Friedrich-Ebert-Stiftung, Abtei­lung Wirtschafts- und Sozi­al­po­li­tik. Bonn 2010, ISBN 978−3−86872−270−3.
  5. a b Anti­fe­mi­nism. In: The Oxford Ency­clo­pe­dia of Women in World Histo­ry. Band 1, Oxford Uni­ver­si­ty Press 2008, ISBN 978−0−19−514890−9, S. 115 ff. „Anti­fe­mi­nism was the respon­se to chan­ges of thre­ats to chan­ge that resul­ted from femi­nists reform move­ments. […] Anti­fe­mi­nist Activism: Anti­fe­mi­nism was dis­tin­guis­ha­ble from the per­va­si­ve miso­gy­ny“
  6. Ute Pla­nert: Anti­fe­mi­nis­mus im Kai­ser­reich. Dis­kurs, sozia­le For­ma­ti­on und poli­ti­sche Men­ta­li­tät, Van­den­hoeck und Ruprecht, Göt­tin­gen 1998, ISBN 3−525−35787−7, S. 11 f.
  7. Micha­el Kim­mel: Men’s Respon­ses to Femi­nism at the Turn of the Cen­tu­ry. In: Gen­der & Socie­ty. 1, Nr. 3, 1987, S. 261 – 283. doi:10.1177/089124387001003003.
  8. Mau­re­en Hea­ly: Vien­na and the Fall of the Habs­burg Empi­re: Total War and Ever­y­day Life in World War I. Cam­bridge Uni­ver­si­ty Press 2004, ISBN 0−521−83124−5, S. 272.
  9. Eli­sa­beth Mal­lei­er: Jeder Sieg der Frau­en muss ein Sieg der Frei­heit sein, oder er ist kei­ner. Jüdi­sche Femi­nis­tin­nen in der Wie­ner bür­ger­li­chen Frau­en­be­we­gung und in inter­na­tio­na­len Frau­en­frie­dens­or­ga­ni­sa­tio­nen. In: Frank Stern, Bar­ba­ra Eichin­ger (Hrsg.): Wien und die jüdi­sche Erfah­rung 1900 – 1938. Akkul­tu­ra­ti­on, Anti­se­mi­tis­mus, Zio­nis­mus. Böhlau, Wien/ Köln/ Wei­mar 2009, ISBN 978−3−205−78317−6, S. 285.
  10. Eli­sa­beth Mal­lei­er: Der „Bund für Män­ner­rech­te“ – die Bewe­gung der „Män­ner­recht­ler“ im Wien der Zwi­schen­kriegs­zeit. In: Wie­ner Geschichts­blät­ter Jg. 58, Nr. 3/2003, S. 208 ff.
  11. Mol­ly Dra­gie­wicz: Equa­li­ty with a Ven­ge­an­ce: Men’s Rights Groups, Bat­te­red Women, and Anti­fe­mi­nist Back­lash. Nor­the­as­tern Uni­ver­si­ty Press 2011, ISBN 978−1−55553−738−8, S. 13 f.
  12. Joce­lyn Eli­se Crow­ley: The Poli­tics of Child Sup­port in Ame­ri­ca. Cam­bridge Uni­ver­si­ty Press 2003, ISBN 0−521−53511−5, S. 169 f.
  13. Judith A. Baer: Fathers« Rights Move­ment. In: dies.: His­to­ri­cal and Mul­ti­cul­tu­ral Ency­clo­pe­dia of Women’s Repro­duc­tive Rights in the United Sta­tes. Green­wood Publi­shing 2002, ISBN 0−313−30644−3, S. 81.
  14. Tho­mas Ges­ter­kamp: Für Män­ner, aber nicht gegen Frau­en – Essay, Kapi­tel: His­to­ri­sche Par­al­le­len, Aus Poli­tik und Zeit­ge­schich­te (APuZ 40/2012), Online bpb, S. 3.
  15. a b Melis­sa Blais, Fran­cis Dupuis-Déri: Mas­cu­li­nism and the Anti­fe­mi­nist Coun­ter­mo­ve­ment. In: Soci­al Move­ment Stu­dies. Band 11, Nr. 1, Janu­ar 2012, S. 22. down­load. Fran­cis Dupuis-Déri ist Pro­fes­sor für Poli­ti­sche Wis­sen­schaf­ten an der Uni­ver­sité du Qué­bec à Mon­tréal (UQAM), an der Melis­sa Blais pro­mo­vier­te.
  16. Cil­ja Har­ders, Hei­ke Kah­lert, Delia Schind­ler (Hrsg.): For­schungs­feld Poli­tik: Geschlechts­ka­te­go­ria­le Ein­füh­rung in die Sozi­al­wis­sen­schaf­ten (Poli­tik und Geschlecht), V.S. Ver­lag fur Sozi­al­wis­sen­schaf­ten, 2005, ISBN 3−8100−4074−6, S. 75.
  17. a b Hin­rich Rosen­brock: Die anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung. 2012, S. 26. Unter den Begriff „anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung“ wer­den unter­sucht: MANN­dat, WGvdL, Agens, Femo­kra­tieB­log, Söh­ne des Per­seus, IGAF, wiki­man­nia u. a.; vor­ge­stellt wer­den die Schlüs­sel­fi­gu­ren: Arne Hoff­mann, Moni­ka Ebe­ling, Ger­hard Amendt, Eck­hard Kuh­la, Eugen Maus, Chris­ti­ne Ham­precht, mani­fold, Det­lef Bräu­nig, Michail Sav­va­kis.
  18. a b Betha­ny M. Cos­ton, Micha­el Kim­mel: White Men as the New Vic­tims: Rever­se Discri­mi­na­ti­on Cases and the Men’s Rights Move­ment. In: Neva­da Law Jour­nal. 13, Mai 2013, S. 368 – 385.
  19. Judith Low­der New­ton: From Pan­thers to Pro­mi­se Kee­pers: rethin­king the men’s move­ment. Row­man & Little­field, Lan­ham 2005, ISBN 0−8476−9129−2, S. 190/196.
  20. Vgl. z. B.:
  21. a b Rhys H. Wil­liams: Con­struc­ting the Public Good: Soci­al Move­ments and Cul­tu­ral Resour­ces. In: Soci­al Pro­blems. Band 42, Nr. 1, 1995, S. 124 – 144, doi:10.1177÷089124387001003003.
  22. Mar­tin Crot­ty: Making the Aus­tra­li­an male. Mel­bourne Uni­ver­si­ty Press, 2001, ISBN 0−522−84956−3, S. 231 f.
  23. a b c d e f g Ken­neth Clat­ter­baugh: Men’s rights. In: Micha­el Flood, Judith Kegan Gar­di­ner, Bob Pease, Keith Pring­le (Hrsg.): Inter­na­tio­nal Ency­clo­pe­dia of Men and Mas­cu­lin­ities. Rout­ledge, London/New York 2007, ISBN 978−0−415−33343−6, S. 430 – 433.
  24. a b c Char­lot­te Cahill: Men’s move­ment. In: Roger Chap­man (Hrsg.): Cul­tu­re Wars: An Ency­clo­pe­dia of Issu­es, View­points, and Voices. M.E. Shar­pe, Armonk 2010, ISBN 978−1−84972−713−6, S. 354 – 356.
  25. Micha­el S. Kim­mel: Men’s Respon­ses to Femi­nism at the Turn of the Cen­tu­ry. In: Gen­der & Socie­ty. Band 1, Nr. 3, 1987, S. 261 – 283, doi:10.1177÷089124387001003003.
  26. a b c Micha­el Flood: Men’s move­ments (PDF; 411 kB). In: Micha­el Flood, Judith Kegan Gar­di­ner, Bob Pease, Keith Pring­le (Hrsg.): Inter­na­tio­nal Ency­clo­pe­dia of Men and Mas­cu­lin­ities. Rout­ledge, London/New York 2007, ISBN 978−0−415−33343−6, S. 418 – 422.
  27. Cyn­thia Fabri­zio Pelak u. a.: Gen­der Move­ments. In: Janet Saltz­man Cha­fetz: Hand­book of the Socio­lo­gy of Gen­der. Sprin­ger, New York 2006, ISBN 0−387−32460−7, S. 168.
  28. Bob Lin­gard, Mar­tin Mills, Mar­cus B. Weaver-Hightower: Inter­ro­ga­ting recup­e­ra­ti­ve mas­cu­lin­i­ty poli­tics in schoo­ling. In: Inter­na­tio­nal Jour­nal of Inclu­si­ve Edu­ca­ti­on. 16, Nr. 4, 2012, S. 407 – 421. doi:10.1080/13603116.2011.555095: „The con­cept of recup­e­ra­ti­ve mas­cu­lin­i­ty poli­tics was deve­lo­ped by Lin­gard and Dou­glas (1999) to refer to both mytho­poe­tic (Bid­dulph 1995, 2010; Bly 1990) and men’s rights poli­tics (Far­rell 1993). Both of the­se rejec­ted the move to a more equal gen­der order and more equal gen­der regimes in all of the major insti­tu­ti­ons of socie­ty (e.g. the fami­ly, schools, uni­ver­si­ties, work­pla­ces) sought by femi­nists and most evi­dent in the poli­ti­cal and poli­cy impacts in the 1980s and 1990s from second-wave femi­nism of the 1970s. »Recup­e­ra­ti­ve« was used to spe­ci­fi­cal­ly indi­ca­te the ways in which the­se poli­tics rein­forced, defen­ded and wis­hed to recoup the patri­ar­chal gen­der order and insti­tu­tio­nal gen­der regimes.“
  29. a b Micha­el Kim­mel: White Men as vic­tims. The Men’s Rights Move­ment. In: Angry White Men. Ame­ri­can Mas­cu­lin­i­ty at the End of an Era. Nati­on Books, New York 2014, ISBN 978−1−56858−696−0, S. 99 f.
  30. Chris­to­pher P. Mason: Crossing Into Man­hood: A Men’s Stu­dies Cur­ri­cu­lum. Cam­bria Press, Young­s­town 2006, ISBN 1−934043−30−3, S. 16.
  31. a b Ste­pha­nie B. Gold­berg: Make Room for Dad­dy. In: Ame­ri­can Bar Asso­cia­ti­on Jour­nal. Band 83, Nr. 2, Febru­ar 1995, S. 48 – 52.
  32. Micha­el S. Kim­mel: Man­hood in Ame­ri­ca: A Cul­tu­ral Histo­ry. 2. Aus­ga­be. Oxford Uni­ver­si­ty Press, New York 2006, ISBN 0−19−518113−1, S. 302.
  33. a b c Fidel­ma Ashe: The New Poli­tics of Mas­cu­lin­i­ty: Men, Power and Resis­tan­ce. Rout­ledge, London/New York 2007, ISBN 978−0−415−30275−3, S. 56 – 58.
  34. Mari­an Sawer: In Safe Hands? Women in the 2001 Elec­tion. In: John Warhurst, Mari­an Simms (Hrsg.): 2001: The Cen­tenary Elec­tion. Uni­ver­si­ty of Queens­land Press, St Lucia 2002, ISBN 0 – 7022-3303-X, S. 255.
  35. Melis­sa Blais, Fran­cis Dupuis-Déri: Mas­cu­li­nism and the Anti­fe­mi­nist Coun­ter­mo­ve­ment. In: Soci­al Move­ment Stu­dies. Band 11, Nr. 1, Janu­ar 2012, S. 26.
  36. Lyn­ne Harne: Vio­lent Fathe­ring and the Risks to Child­ren. The Need for Chan­ge. Poli­cy Press, Uni­ver­si­ty of Bris­tol, 2011, ISBN 978−1−84742−211−8, S. 60.
  37. Anna Gava­nas: Father­hood Poli­tics in the United Sta­tes: Mas­cu­lin­i­ty, Sexua­li­ty, Race and Mar­ria­ge. Uni­ver­si­ty of Illi­nois Press, Urba­na 2004, ISBN 0−252−02884−8, S. 11.
  38. a b Carl Ber­toia, Jani­ce Dra­kich: The Fathers« Rights Move­ment: Con­tra­dic­tions in Rhe­to­ric and Prac­tice. In: Jour­nal of Fami­ly Issu­es. Band 14, Nr. 4, 1993, S. 592 – 615, doi:10.1177÷019251393014004007.
  39. a b Joce­lyn Eli­se Crow­ley: Orga­ni­za­tio­nal Respon­ses to the Father­hood Cri­sis: The Case of the Fathers« Rights Groups in the United Sta­tes. In: Mar­ria­ge & Fami­ly Review. Band 39, Nr. 1 – 2, 2006, S. 328 – 350, doi:10.1300/J002v39n01_06.
  40. Joce­lyn Eli­se Crow­ley: Con­flic­ted Mem­bership: Women in Fathers« Rights Groups. In: Socio­lo­gi­cal Inqui­ry. Band 79, Nr. 3, 2009, S. 328 – 350, doi:10.1111/j.1475 – 682X.2009.00293.x.
  41. Anna Gava­nas: Fathers« Rights. In: Micha­el S. Kim­mel, Amy Aron­son: Men and Mas­cu­lin­ities: A Soci­al, Cul­tu­ral, and His­to­ri­cal Ency­clo­pe­dia. ABC-CLIO, San­ta Bar­ba­ra 2004, ISBN 1−57607−774−8, S. 289.
  42. Micha­el A. Mess­ner: „Chan­ging Men“ and Femi­nist Poli­tics in the United Sta­tes. In: Theo­ry & Socie­ty. Band 22, Nr. 5, 1993, S. 723 – 737, doi:10.1007/BF00993545.
  43. Peter Herr­mann (Hrsg.): Citi­zenship Revi­si­ted: thre­ats or Oppor­tu­nities of Shif­ting Bounda­ries. Nova Sci­ence Publishers, New York 2004, ISBN 1−59033−900−2, S. 61 – 62.
  44. a b Mol­ly Dra­gie­wicz: Equa­li­ty with a ven­ge­an­ce: Men’s rights groups, bat­te­red women, and anti­fe­mi­nist back­lash. Nor­the­as­tern Uni­ver­si­ty Press, Bos­ton 2011, ISBN 978−1−55553−738−8, S. 13 und 84 – 85.
  45. John Fox: How Men’s Move­ment Par­ti­ci­pants View Each Other. In: The Jour­nal of Men’s Stu­dies. Band 12, Nr. 2, 2004, S. 103 – 118, doi:10.3149/jms.1202.103.
  46. Melis­sa Blais, Fran­cis Dupuis-Déri: Mas­cu­li­nism and the Anti­fe­mi­nist Coun­ter­mo­ve­ment. In: Soci­al Move­ment Stu­dies, Vol. 11, No. 1, 21 – 39, Janu­ar 2012, S. 27.
  47. Jack S. Kahn: Intro­duc­tion to Mas­cu­lin­ities. Wiley-Blackwell, Malden 2009, ISBN 978−1−4051−8179−2, S. 202.
  48. Robert Men­zi­es: Vir­tu­al Back­lash: Rep­re­sen­ta­ti­ons of Men’s “Rights” and Femi­nist “Wrongs” in Cyber­space. In: Susan B. Boyd, Doro­thy E. Chunn, Hes­ter Les­sard (Hrsg.): Reac­tion and resis­tan­ce: femi­nism, law, and soci­al chan­ge. Uni­ver­si­ty of Bri­tish Colum­bia Press, Van­cou­ver 2007, ISBN 978−0−7748−1411−9, S. 65 ff.
  49. Ken­neth Clat­ter­baugh: Lite­ra­tu­re of the U.S. Men’s Move­ment. In: Signs. Band 25, Nr. 3, 2000, S. 883 – 894.
  50. Rae­wyn Con­nell: Chan­ge among the Gate­kee­pers: Men, Mas­cu­lin­ities, and Gen­der Equa­li­ty in the Glo­bal Are­na. In: Signs. 30, Nr. 3, 2005, S. 1801 – 1825. doi:10.1086/427525.
  51. Robert Men­zi­es: Vir­tu­al Back­lash: Rep­re­sen­ta­ti­on of Men’s „Rights“ and Femi­nist „Wrongs“ in Cyber­space. In: Susan B. Boyd: Reac­tion and Resis­tan­ce: Femi­nism, Law, and Soci­al Chan­ge. Uni­ver­si­ty of Bri­tish Colum­bia Press, Van­cou­ver 2007, ISBN 978−0−7748−1411−9, S. 77.
  52. Micha­el Flood u. a. (Hrsg.): Inter­na­tio­nal Ency­clo­pe­dia of Men and Mas­cu­lin­ities. Psy­cho­lo­gy Press, Lon­don 2007, ISBN 978−0−415−33343−6, S. 430 – 433.
  53. Jack S. Kahn: An intro­duc­tion to mas­cu­lin­ities. Wiley-Blackwell, Chichester/UK 2009, ISBN 978−1−4051−8179−2, S. 202.
  54. Gwy­neth I. Wil­liams: Mas­cu­lin­i­ty in Con­text: An Epi­lo­gue. In: Rhys H. Wil­liams: Pro­mi­se Kee­pers and the New Mas­cu­lin­i­ty: Pri­va­te Lives and Public Mora­li­ty. Lexing­ton Books, Lan­ham 2001, ISBN 0−7391−0230−3, S. 107.
  55. Bob Pease und Peter Camil­le­ri: Femi­nism, mas­cu­lin­i­ty and the human ser­vices. In: Working with men in the human ser­vices. Allen & Unwin, Crow’s Nest/New South Wales 2001, ISBN 1−86508−480−8, S. 3 – 4.
  56. Ste­phen Whita­ker: Gen­der Poli­tics in Men’s Move­ments (Memen­to vom 29. Okto­ber 2013 im Inter­net Archi­ve). In: Dana Van­noy (Hrsg.): Gen­der Mosaics: Soci­al Per­spec­tives. Oxford Uni­ver­si­ty Press, New York 2001, ISBN 0−19−532998−8, S. 343 – 351.
  57. a b Doni­le­en R. Lose­ke, Richard J. Gel­les, Mary M. Cava­n­augh: Cur­rent con­tro­ver­sies on fami­ly vio­lence. 2. Aus­ga­be. SAGE Publi­ca­ti­ons, New­bury Park, Calif. 2005, ISBN 0−7619−2106−0, S. 92.
  58. Cathy Young: Dou­ble Stan­dard: The Bias Against Male Vic­tims of Sexu­al Abu­se. reason.com, 4. Juni 2002.
  59. Cal­in­da N. Lee: Fathers« rights. In: Bret E. Car­roll: Ame­ri­can Mas­cu­lin­ities: A His­to­ri­cal Ency­clo­pe­dia. SAGE Publi­ca­ti­ons, Thousand Oaks 2003, ISBN 0−7619−2540−6, S. 166 – 68.
  60. Cathy Young: Com­ple­xi­ties cloud mar­i­tal rape case; Wil­liam Hethe­ring­ton has spent nine years in a Michi­gan pri­son, but pro­c­laims his inno­cence (Memen­to vom 10. Juli 2012 im Web­ar­chiv archive.is). In: Insight on the News. 4. August 1994.
  61. Lyn­ne Segal: Strai­ght sex: rethin­king the poli­tics of plea­su­re. Uni­ver­si­ty of Cali­for­nia Press, Ber­ke­ley 1994, ISBN 0−520−20001−2, S. 276.
  62. Gwy­neth I. Rhys H. Wil­liams: “All We Want Is Equa­li­ty”: Rhe­to­ri­cal Framing of the Fathers« Rights Move­ment. In: Joel Best (Hrsg.): Images of Issu­es: Typi­fy­ing Con­tem­pora­ry Soci­al Pro­blems. De Gruy­ter, New York 1995, ISBN 0−202−30538−4, S. 191 – 212.
  63. Hans Roll­mann: Orga­ni­zing Around Mas­cu­lin­ities and Miso­gy­ny on Cana­di­an Cam­pu­ses. In: Cul­tu­re, Socie­ty and Mas­cu­lin­ities. 5, Nr. 2, 2013, S. 179 – 192. doi:10.3149/CSM.0502.179.
  64. Melis­sa Blais, Fran­cis Dupuis-Déri: Mas­cu­li­nism and the Anti­fe­mi­nist Coun­ter­mo­ve­ment. In: Soci­al Move­ment Stu­dies, Vol. 11, No. 1, 21 – 39, Janu­ar 2012, S. 23.
  65. Micha­el Flood: Back­lash: angry men’s move­ment (PDF; 166 kB). In: S. E. Ros­si (Hrsg.): The Batt­le and Back­lash Rage On: Why Femi­nism Can­not Be Obso­le­te. Xli­bris, Phil­adel­phia 2004, ISBN 1 – 4134-5934-X, S. 261 – 278.
  66. a b c Hin­rich Rosen­brock: Die anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung. Denk­wei­sen, Netz­wer­ke und Online-Mobilisierung (= Schrif­ten des Gunda-Werner-Instituts. Band 8). Ber­lin 2012, ISBN 978−3−86928−073−8, (PDF; 2,4 MB).
  67. Doro­t­hée Marth: Hin­rich Rosen­brock: Die anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung. Denk­wei­sen, Netz­wer­ke und Online-Mobilisierung. Eine Exper­ti­se für die Heinrich-Böll-Stiftung. Por­tal für Poli­tik­wis­sen­schaft, 16. August 2012. (Rezen­si­on)
  68. Josef König: Frauen- und män­ner­feind­lich zugleich: RUB-Expertise über die anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung. Pres­se­mit­tei­lung der Ruhr-Universität Bochum ver­öf­fent­licht im Infor­ma­ti­ons­dienst Wis­sen­schaft, 23. Janu­ar 2012.
  69. „Män­ner­recht­ler“ sind frauen- und män­ner­feind­lich zugleich. In: Der Stan­dard. 23. Janu­ar 2012.
  70. a b c d Rein­hard Win­ter: Jun­gen­po­li­tik. In: Mar­kus Theu­nert (Hrsg.): Män­ner­po­li­tik: Was Jun­gen, Män­ner und Väter stark macht. VS Ver­lag für Sozi­al­wis­sen­schaf­ten, 2012, ISBN 978−3−531−18419−7, S. 160 f.
  71. Simo­ne Schmollack: Schlich­te Welt­erklä­run­gen und Mut­ter­ide­al. In: die tages­zei­tung, 8. Juni 2011.
  72. Andre­as Kem­per: ®ech­te Ker­le. Zur Kum­pa­nei der Män­ner­RECHTS­be­we­gung. Unrast, Müns­ter 2011.
  73. Frau­en­hass nach den „Regeln der Höf­lich­keit“. In: dieStandard.at. 27. Janu­ar 2013, abge­ru­fen am 27. Febru­ar 2013.
  74. Hin­rich Rosen­brock: Die anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung. Exper­ti­se für die Heinrich-Böll-Stiftung, Band 8, 2012, ISBN 978−3−86928−073−8, S. 111.
  75. Sil­ke Baum­gar­ten: Ger­hard Amendt: „Schafft die Frau­en­häu­ser ab“. In: Bri­git­te. 2009, abge­ru­fen am 11. Juli 2015.
  76. Ger­hard Amendt: „Hort des Män­ner­has­ses”: War­um das Frau­en­haus abge­schafft wer­den muss. In: Die Welt. 16. Juni 2009, abge­ru­fen am 11. Juli 2015.
  77. Moni­ka Schrött­le: Fachvortrag-Monika-Schroettle. In: lpr.niedersachsen.de. Lan­des­prä­ven­ti­ons­rat Nie­der­sach­sen, Janu­ar 2010, abge­ru­fen am 11. Juli 2015 (PDF 1,7 MB).
  78. Gabrie­le Glo­ri­us, C. Vik­to­ria Nawrath: Frau­en­häu­ser sind ein unver­zicht­ba­rer Bestand­teil von Schutz und Hil­fe bei häus­li­cher Gewalt. In: frauenhauskoordinierung.de. Frau­en­haus­ko­or­di­nie­rung e.V., 23. Juni 2009, abge­ru­fen am 12. Juli 2015 (PDF 12 kB).
  79. Tho­mas Gster­kamp: Gleich­stel­lungs­po­li­tik kon­tro­vers – eine Argu­men­ta­ti­ons­hil­fe. In: library.fes.de. Friedrich-Ebert-Stiftung, 2011, abge­ru­fen am 11. Juli 2015 (PDF 440 kB).
  80. Mar­tin Rosow­ski: Offe­ner Brief zu Ihrem Arti­kel in der Welt am Sonn­tag vom 16. Juni 2009. In: members.aon.at. Evan­ge­li­sche Kre­dit­ge­nos­sen­schaft Kas­sel, 14. Okto­ber 2009, abge­ru­fen am 11. Juli 2015 (PDF 71 kB).
  81. Andre­as Kem­per: Die Mas­ku­lis­ten: Orga­ni­sier­ter Anti­fe­mi­nis­mus im deutsch­spra­chi­gen Raum. Unrast, Müns­ter 2012, ISBN 978−3−89771−523−3, S. 46 – 57.
  82. Götz Haus­ding: Gefähr­de­te Schutz­räu­me – Frau­en­häu­ser. In: das-parlament.de. Das Par­la­ment, 14. Dezem­ber 2009, archi­viert vom Ori­gi­nal am 21. Novem­ber 2013, abge­ru­fen am 12. Juli 2015.
  83. Mar­lies Brou­wers, Hen­ny Engels: Frau­en­feind­li­cher Kampf­auf­ruf – Ant­wort des Deut­schen Frau­en­ra­tes auf Ger­hard Amendts For­de­rung, die Frau­en­häu­ser abzu­schaf­fen. In: frauenrat.de. Deut­scher Frau­en­rat, 25. August 2009, abge­ru­fen am 12. Juli 2015.
  84. Heinz-Hermann Krü­ger: Ein­füh­rung in die Arbeits­fel­der des Bildungs- und Sozi­al­we­sens. Bud­rich, Opla­den 2012, ISBN 978−3−8252−8495−4, S. 214.
  85. Micha­el Klo­n­ovs­ky: Zeit­geist – Das pri­vi­le­gier­te Geschlecht. In: Focus. Nr. 15, 2003.
  86. Micha­el Paul­witz: Frei­heit statt Femi­nis­mus! In: Jun­ge Frei­heit. Nr. 7 vom 8. Febru­ar 2008, S. 1.
  87. 100 Män­ner und ein paar Frau­en gegen die «femi­nis­ti­sche Ideo­lo­gie». In: Tages­an­zei­ger. 25. Juni 2011.
  88. Anti­fe­mi­nis­ten tref­fen sich in Zürich. Blick.ch, 19. Sep­tem­ber 2012.
  89. Mar­kus Theu­nert: Män­ner­po­li­tik in der Schweiz. In: ders.: Män­ner­po­li­tik. VS Ver­lag, 2012, S. 432.
  90. Hin­rich Rosen­brock: Die anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung. 2012, S. 62, S. 104.
  91. Micha­el Meu­ser: Mas­ku­li­nis­mus: die Rück­be­sin­nung auf die gefähr­de­te Män­ner­herr­lich­keit, in: ders.: Geschlecht und Männ­lich­keit, VS Ver­lag für Sozi­al­wis­sen­schaf­ten, 3. Aufl. 2010, S. 160 f.
  92. Tho­mas Ges­ter­kamp: Geschlech­ter­kampf von rechts. Wie Män­ner­recht­ler und Fami­li­en­fun­da­men­ta­lis­ten sich gegen das Feind­bild Femi­nis­mus radi­ka­li­sie­ren. Arbeits­be­reich Frauen- und Geschlech­ter­for­schung. Hrsg.: Friedrich-Ebert-Stiftung, Abtei­lung Wirtschafts- und Sozi­al­po­li­tik. Bonn 2010, ISBN 978−3−86872−270−3, S. 6 ff.
  93. Argu­men­te zum The­ma Männer­be­nach­tei­li­gung. In: Mela­nie Eben­feld, Man­fred Köh­nen (Hrsg.): Gleich­stel­lungs­po­li­tik kon­tro­vers. Exper­ti­se im Auf­trag der Friedrich-Ebert-Stiftung, März 2011, ISBN 978−3−86872−643−5, S. 18 f. (PDF; 451 kB)
  94. a b Tho­mas Ges­ter­kamp: Geschlech­ter­kampf von rechts. Wie Män­ner­recht­ler und Fami­li­en­fun­da­men­ta­lis­ten sich gegen das Feind­bild Femi­nis­mus radi­ka­li­sie­ren. Arbeits­be­reich Frauen- und Geschlech­ter­for­schung. Hrsg.: Friedrich-Ebert-Stiftung, Abtei­lung Wirtschafts- und Sozi­al­po­li­tik. Bonn 2010, ISBN 978−3−86872−270−3, S. 13 f.
  95. Vgl. auch Rolf Pohl: Män­ner – das benach­tei­lig­te Geschlecht? Weib­lich­keits­ab­wehr und Anti­fe­mi­nis­mus im Dis­kurs über die Kri­se der Männ­lich­keit (PDF, S. 3 ff.). In: Mecht­hild Beres­will, Anke Neu­ber (Hrsg.): In der Kri­se? Männ­lich­kei­ten im 21. Jahr­hun­dert. West­fä­li­sches Dampf­boot, Müns­ter 2011, ISBN 978−3−89691−231−2, S. 104 ff.
  96. Wal­ter Holl­stein: Was vom Man­ne übrig blieb. Das miss­ach­te­te Geschlecht. Ver­lag opus magnum, zwei­te Auf­la­ge, Stutt­gart 2012, ISBN 978−3−939322−57−3, S. 248.
  97. Hin­rich Rosen­brock: Anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung, S. 76 f.
  98. Tho­mas Ges­ter­kamp: Geschlech­ter­kampf von rechts. Wie Män­ner­recht­ler und Fami­li­en­fun­da­men­ta­lis­ten sich gegen das Feind­bild Femi­nis­mus radi­ka­li­sie­ren. Arbeits­be­reich Frauen- und Geschlech­ter­for­schung. Hrsg.: Friedrich-Ebert-Stiftung, Abtei­lung Wirtschafts- und Sozi­al­po­li­tik. Bonn 2010, ISBN 978−3−86872−270−3, S. 7.: „Schlech­te­re Bezah­lung von Frau­en ist kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung‘[:] Im euro­päi­schen Ver­gleich ist die Lohn­dif­fe­renz der Geschlech­ter in Deutsch­land beson­ders hoch: Frau­en erhal­ten im Durch­schnitt rund 23 Pro­zent weni­ger. Das Ziel, für mehr Ent­gelt­gleich­heit zu sor­gen, wird von den Anti­fe­mi­nis­ten ange­zwei­felt und dele­gi­ti­miert. Nach ihrer Auf­fas­sung ver­die­nen Män­ner zu Recht mehr, weil sie anstren­gen­de­re Beru­fe aus­üben und durch­ge­hen­de Erwerbs­bio­gra­fi­en vor­wei­sen kön­nen. Frau­en hät­ten nur des­halb beruf­li­che Nach­tei­le, weil sie sich aus frei­en Stü­cken gegen den übli­chen Kar­rie­re­weg ent­schie­den hät­ten; Frau­en­för­der­pro­gram­me oder Quo­ten sei­en daher unnö­tig. Die geschlechts­spe­zi­fi­sche Arbeits­tei­lung – Män­ner als Fami­lien­er­näh­rer, Frau­en als nicht ent­lohn­te Sor­ge­ar­bei­te­rin­nen und/oder ‚Hin­zu­ver­die­ne­rin­nen‘ − wird ein­fach vor­aus­ge­setzt, die Sta­bi­li­sie­rung die­ser Paar­kon­stel­la­ti­on durch gesell­schaft­li­che Rah­men­be­din­gun­gen (Steuer- und Ver­si­che­rungs­sys­tem, feh­len­de Kin­der­be­treu­ung) nicht kri­ti­siert.“
  99. Tho­mas Ges­ter­kamp: Geschlech­ter­kampf von rechts. Wie Män­ner­recht­ler und Fami­li­en­fun­da­men­ta­lis­ten sich gegen das Feind­bild Femi­nis­mus radi­ka­li­sie­ren. Arbeits­be­reich Frauen- und Geschlech­ter­for­schung. Hrsg.: Friedrich-Ebert-Stiftung, Abtei­lung Wirtschafts- und Sozi­al­po­li­tik. Bonn 2010, ISBN 978−3−86872−270−3, S. 5.
  100. Ilse Lenz: Der neue Anti­fe­mi­nis­mus. Der Fall Kachel­mann und das Bild vom männ­li­chen Opfer. In: Blät­ter für Deut­sche und Inter­na­tio­na­le Poli­tik. 7/2011, S. 53 f. (online abruf­bar).
  101. Hin­rich Rosen­brock: Die anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­be­we­gung. Heinrich-Böll-Stiftung, Ber­lin 2012, ISBN 978−3−86928−073−8, S. 79 – 80.
  102. Tho­mas Ges­ter­kamp: Online gegen die »lila Pudel«. Män­ner­recht­ler gegen Femi­nis­mus. In: Robert Claus (Hrsg.): „Was ein rech­ter Mann ist …“. Männ­lich­kei­ten im Rechts­ex­tre­mis­mus. Dietz Ver­lag, Ber­lin 2010, ISBN 978−3−320−02241−9, S. 221 ff.
  103. Tho­mas Ges­ter­kamp: Für Män­ner, aber nicht gegen Frau­en – Essay. In: Aus Poli­tik und Zeit­ge­schich­te (APuZ). Nr. 40/2012, 24. Sep­tem­ber 2012. Abge­ru­fen am 28. Febru­ar 2013.
  104. Sebas­ti­an Schee­le: The­men­über­grei­fen­de Denk­mus­ter des aktu­el­len Anti­fe­mi­nis­mus. In: Mela­nie Eben­feld, Man­fred Köh­nen (Hrsg.): Gleich­stel­lungs­po­li­tik kon­tro­vers. Exper­ti­se im Auf­trag der Abtei­lung Wirtschafts- und Sozi­al­po­li­tik der Friedrich-Ebert-Stiftung, Ber­lin 2011, ISBN 978−3−86872−643−5, S. 54 f. (PDF; 451 kB)
  105. Johan­na Kut­sche: Geschlech­ter­kampf: Die Rhe­to­rik der rech­ten Män­ner. In: Die Zeit. 12. Mai 2010.
  106. Ursu­la G. T. Mül­ler: Femi­nis­mus und Poli­tik. Sprin­ger VS 2012, ISBN 978−3−531−19452−3, S. 229.
  107. Andre­as Kem­per (Hrsg.): Die Mas­ku­lis­ten: Orga­ni­sier­ter Anti­fe­mi­nis­mus im deutsch­spra­chi­gen Raum. Unrast Ver­lag, Müns­ter 2012, ISBN 978−3−89771−523−3.
  108. Tho­mas Ges­ter­kamp: Frag­wür­di­ge Tra­di­tio­nen. In: ders.: Jen­seits von Femi­nis­mus und Anti­fe­mi­nis­mus. Sprin­ger VS, 2014, ISBN 978−3−658−04362−9, S. 21.
  109. Bir­git Rom­mels­pa­cher: Frau­en und Män­ner im Rechts­ex­tre­mis­mus. In: Ursu­la Birsl (Hrsg.): Rechts­ex­tre­mis­mus und Gen­der. Bud­rich Ver­lag, Opla­den 2011, ISBN 978−3−86649−388−9, S. 57.
  110. Tho­mas Ges­ter­kamp: Die Männer-Rechte. In: taz. 7. März 2010.
  111. Andre­as Kem­per: ®ech­te Ker­le. Zur Kum­pa­nei der Män­ner­RECHTS­be­we­gung. Unrast Ver­lag, Müns­ter 2011, ISBN 978−3−89771−104−4, S. 52 – 63.
  112. Micha­el Tunç: Män­ner­po­li­ti­ken und Diver­si­tät, in: Theu­nert (Hrsg.): Män­ner­po­li­tik. Sprin­ger VS, 2012, ISBN 978−3−531−18419−7, S. 115.
  113. a b Tina Groll: „Gefähr­li­che Offen­heit zum Rechts­ex­tre­mis­mus“. In: Zeit Online. 7. März 2012 (Inter­view mit Hin­rich Rosen­brock). Abge­ru­fen am 16. Mai 2014.
  114. For­scher über Män­ner­rech­te: „Sie arbei­ten gegen Män­ner“. In: die tages­zei­tung. 19. Janu­ar 2012. Abge­ru­fen am 29. Mai 2012.
  115. Män­ner­recht­ler im Netz. In: DRa­dio Wis­sen. 6. März 2012. Abge­ru­fen am 29. Mai 2012.
  116. Hin­rich Rosen­brock: Die anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung. Gunda-Werner-Institut (Hrsg.), 2. Auf­la­ge, Ber­lin 2012, ISBN 978−3−86928−073−8, S. 16.
    Gabrie­le Käm­per: Die männ­li­che Nati­on. Poli­ti­sche Rhe­to­rik der neu­en intel­lek­tu­el­len Rech­ten. Böhlau, 2005, ISBN 3−412−13805−3, S. 21 f.
  117. Jan Sched­ler: Auto­no­me Natio­na­lis­ten. Neo­na­zis­mus in Bewe­gung. VS Ver­lag für Sozi­al­wis­sen­schaf­ten, ISBN 978−3−531−17049−7, S. 219.
  118. Hin­rich Rosen­brock: Die anti­fe­mi­nis­ti­sche Män­ner­rechts­be­we­gung. Gunda-Werner-Institut (Hg.), 2. Auf­la­ge, Ber­lin 2012, ISBN 978−3−86928−073−8, S. 126 f.
  119. Män­ner­recht­ler. Lila Pudel. Inter­view mit Mar­tin Rosow­ski, Emma, Win­ter 2011
  120. Eine Ant­wort auf die viel­fäl­ti­gen Anwür­fe von Män­nern, die sich selbst als Sprach­rohr „der“ Män­ner ver­ste­hen, Bun­des­fo­rum Män­ner, 2. Okto­ber 2012
  121. Rolf Pohl: Män­ner – das benach­tei­lig­te Geschlecht? Weib­lich­keits­ab­wehr und Anti­fe­mi­nis­mus im Dis­kurs über die Kri­se der Männ­lich­keit (PDF; 181 kB). In: Mecht­hild Beres­will, Anke Neu­ber (Hrsg.): In der Kri­se? Männ­lich­kei­ten im 21. Jahr­hun­dert. Ver­lag West­fä­li­sches Dampf­boot, Müns­ter 2010, S. 5, 9, 12, 21.
  122. Micha­el Mess­ner: Poli­tics of mas­cu­lin­ities: men in move­ments. Sage Publi­ca­ti­ons, Thousand Oaks 1997, ISBN 0−8039−5576−6, S. 41 – 44.
  123. männer.ch: Geschäfts­stel­le
  124. Mar­kus Theu­nert: Im Geschlech­ter­kampf füh­ren Ideo­lo­gi­en in die Sack­gas­se. In: Neue Zür­cher Zei­tung. 19. Juni 2011.
  125. Rezen­si­on von Micha­el A. Mess­ner in: Con­tem­pora­ry Socio­lo­gy. A Jour­nal of Reviews. May 2013 vol. 42 no. 3, S. 384 – 385, doi:10.1177/0094306113484702d (Vor­an­sicht)